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Felix M. Reich über Timmermahn

„Der hauptberufliche Kunstmaler Timmermahn macht seit bald vierzig Jahren Lesungen, ohne je ein Buch veröffentlicht zu haben. Er ist ein Performance-
Autor, ein Erzähler im schönsten Sinn. Seine Geschichten leben vom Aufführungscharakter und von der unmittelbaren Mündlichkeit. Er ist ein Meister der Lautmalerei, und unter seiner Feder werden selbst Emmentaler Flüche zur Poesie. Seine Erzählungen bewegen sich stets an der Grenze zum Surrealismus und sind zugleich unspektakuläre Alltagsbilder. Ob sie nun im hintersten Winkel des Emmentals ihr Glück suchen, oder in den Weiten von North Dakota, Timmermahns Figuren haben gemeinsam, dass sie sich in ihrer verqueren Urwüchsigkeit der bürgerlichen Erfolgsmoral entziehen und auf Abstellgleisen durchs Land ziehen. Sie sind wie der Schotter, über den der Schnellzug der Moderne hinwegrast. Timmermahn hebt diese Steine auf und haucht ihnen mit seiner Sprache Leben ein.“